Geldanlage 3 Anlageideen fürs neue Jahr

Keine Zinsen, Kurskapriolen an den Börsen – und dennoch gibt es vielversprechende Investments. fondsmagazin hat drei Vorschläge für ganz unterschiedliche Anlegertypen.


TEXT: Daniel Evensen

Noch Reste vom Weihnachtsgeld übrig? Quillt die Liquidität auf dem Girokonto vielleicht schon über? Oder lautet ein guter Vorsatz, endlich die private Altersvorsorge in Angriff zu nehmen? Es gibt viele gute Gründe, sich Anfang 2019 mit der Geldanlage zu beschäftigen. Aber es gibt auch eine große Herausforderung: wo anlegen?

Bei festverzinslichen Sparformen bleibt leider alles beim Alten: dem Nullzins. Weil die Konjunkturdaten aus der Eurozone zuletzt etwas schwächer ausgefallen sind, könnte sich der ursprünglich für diesen Herbst erwartete erste Zinsschritt der EZB sogar bis 2020 verzögern. Auch denkbar: Er kommt überhaupt nicht.

Die Aussichten für Wertpapiere sind da schon positiver. Zwar brummt die Konjunktur nicht mehr, aber die Weltwirtschaft wächst – wenn auch in langsameren Tempo – weiter. Das ermöglicht den Unternehmen, auch 2019 ihre Gewinne wieder zu steigern. Damit bleiben Engagements in ausgewählten Aktien und Unternehmensanleihen attraktiv (siehe Jahresausblick der Deka).

Steigende Gewinne sind positiv für die Börsen

Wie das Minusjahr 2018 gezeigt hat, müssen Anleger für Wertpapiere allerdings eine gewisse Risikobereitschaft und einen längeren Atem mitbringen. Mit Fonds und Zertifikaten lässt sich das Risiko gut dosieren. Hier sind drei von vielen Beispielen für unterschiedliche Risikotypen.

Idee 1: Der Charme von Dividenden

Im Jahr 2018 sind die Aktienkurse im Durchschnitt gefallen, die Unternehmensgewinne aber gestiegen. Ergo sind Aktien heute im Schnitt günstiger bewertet als vor einem Jahr. Die Experten der Deka halten die niedrigeren Kurse für eine gute Einstiegsgelegenheit für langfristig orientierte Anleger. Wer diese Einschätzung teilt, könnte sich Deka-DividendenStrategie näher ansehen.

Dividendenaktien sind nicht vor Kursrückschlägen gefeit, sie haben aber einen vergleichsweise defensiven Charakter. Sie punkten weniger mit spektakulären Wachstumsprognosen, die bei einer Wirtschaftsschwäche schon mal ins Wanken geraten können. Ihr Reiz liegt vielmehr in stabilen bis steigenden Gewinnausschüttungen. Wie attraktiv die Ausschüttungen gegenwärtig sind, zeigt der Deutsche Aktienindex. Die durchschnittliche Dividendenrendite der Dax-Titel übertrifft aktuell 3 Prozent. Deka-DividendenStrategie legt weltweit in Unternehmen mit bewährten Geschäftsmodellen und attraktiven Dividenden an. Die Gewinnausschüttungen der Unternehmen im Portfolio werden zweimal jährlich an die Anleger ausgezahlt.

Idee 2: Attraktive Anleihen

Während mit Bundesanleihen weiterhin kein Blumentopf zu gewinnen ist, hat sich das Bild bei Unternehmensanleihen gewandelt. Inzwischen stoßen die Fondsmanager der Deka wieder auf Schuldverschreibungen grundsolider internationaler Industriekonzerne, die mit rund 3 Prozent verzinst sind. Bei Finanzdienstleistern reichen die Renditen sogar bis etwa 6 Prozent.

RenditDeka kann sehr flexibel in Staats- und Unternehmensanleihen investieren und das Portfolio sowohl auf ein Umfeld fallender als auch steigender Zinsen ausrichten. Oberstes Ziel ist dabei der Kapitalerhalt, denn auch bei Anleihen können rückläufige Kurse vorkommen. So hat Fondsmanager Uwe Maderer seinen RenditDeka im Jahr 2018 zunächst defensiv positioniert. Erst gegen Jahresende stellt er das Portfolio offensiver auf. Maderer ist zuversichtlich, dass er 2019 mit einer Mischung aus erstklassigen Schuldnern und chancenorientierteren Papieren gut abschneiden kann.

Neben Unternehmensanleihen bieten auch ausgewählte Staatsanleihen außerhalb Europas attraktive Verzinsungen. DekaRent-international kann von Ägypten über Kanada und die USA bis Zypern investieren und so weltweit die Potenziale nutzen. Hinzu kommt bei diesem Fonds die Währungskomponente, die – bei entsprechenden Risiken – weitere Ertragschancen eröffnet.

Idee 3: Aktien mit Risikopuffer – Aktienanleihen

Auch wenn die langfristigen Perspektiven für die Aktienbörsen positiv sind, es kann noch eine Weile dauern, bis sich die Märkte beruhigt haben. Gerade in einem Umfeld mit stärkeren Kursschwankungen ohne eindeutigen Trend stellen Anlagezertifikate wie Aktienanleihen ein interessantes Investment dar. Denn mit ihnen können Anleger selbst bei seitwärts laufenden oder leicht fallenden Notierungen des Basiswerts zum Erfolg kommen. Bei den Basiswerten von Aktienanleihen gibt es eine breite Auswahl: von Aktien wie BASF, Deutsche Post oder Lufthansa bis zu Indizes wie DAX®, DivDAX® oder EURO STOXX 50®.

Gegenüber Direktinvestments in Aktien haben klassische Aktienanleihen mehrere Vorteile: Sie bieten einen Risikopuffer, eine feste Verzinsung und eine kurze Laufzeit von meist sechs bis zwölf Monaten. Je nach Ausgestaltung des Zertifikats sind derzeit Verzinsungen von 5 Prozent per anno und mehr möglich, gängige Risikopuffer gegen Kursrückgänge des Basiswertes betragen häufig 15 bis 20 Prozent. Hält dieser Puffer am Bewertungsstichtag zum Ende der Laufzeit, bekommen Anleger neben der Verzinsung ihr angelegtes Kapital zum Nennbetrag zurück.

Notiert der Basiswert am Ende der Laufzeit jedoch tiefer, erhalten Anleger zwar die Verzinsung. Die Rückzahlung des Investments erfolgt dann jedoch in Aktien des entsprechenden Basiswertes zum sogenannten Basispreis. Bei einem Risikopuffer von 15 Prozent beträgt der Basispreis beispielsweise 85 Prozent des Aktienkurses zum Start des Zertifikats, bei einem Risikopuffer von 20 Prozent sind es 80 Prozent. Der Anleger erhält die Aktien im Falle einer Aktienlieferung also günstiger als bei einem Direktinvestment in den Basiswert zu Beginn der Laufzeit.

Dennoch: Reicht der Risikopuffer nicht aus, entstehen Anlegern meist Verluste. Auch das Emittentenrisiko ist zu beachten: Sollte der Herausgeber einer Aktienanleihe in finanzielle Not geraten, kann es zum Totalverlust beim Anleger kommen. Deshalb empfiehlt sich ein Blick auf die Bonitätsbewertung von Emittenten (hier kommen Sie zu den Ratings der DekaBank).

Aktienanleihen gibt es in unterschiedlichen Varianten. Diese unterscheiden sich bspw. in der Laufzeit, der Verzinsung, beim zugrunde liegenden Basiswert oder dem Zeitpunkt der Bewertungsstichtage. Da eine große Auswahl an Varianten besteht, findet nahezu jeder Anleger mit Hilfe seines Sparkassenberaters das zu ihm passende Produkt. Auf der Zertifikate-Website der Deka können sich Interessierte einen Überblick über das aktuelle Angebot verschaffen.

Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder Landesbank oder von der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de erhalten.

Für vollständige Informationen über Zertifikate sollten potenzielle Anleger den Wertpapierprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Bedingungen und eventuellen Nachträgen sowie dem aktuellen Basisinformationsblatt bei der DekaBank kostenlos erhältlich ist oder unter www.dekabank.de heruntergeladen werden kann.

Stand: 11.01.2018