Vermögensbarometer Aktien und Fonds liegen voll im Trend

Einmal im Jahr befragt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband die Menschen in Deutschland zu Geld und Finanzen. Ein Ergebnis für 2019: Die Nullzinszeit rückt neue Sparformen in den Fokus.


TEXT: Evensen/Löffler

Die gute Nachricht vorweg: Wenn es ums Geld geht, dann sind die Menschen in Deutschland so zufrieden wie schon lange nicht mehr. Von den 5.806 im Vermögensbarometer Befragten schätzen 43 Prozent ihre finanzielle Situation als gut oder sehr gut ein – das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2005. Nur noch jeder fünfte ist heute unzufrieden.

Finanziell immer zufriedener

Alternativen gesucht

Die Zukunft sieht dabei für die Befragten aber lange nicht so rosig aus wie die Gegenwart. 60 Prozent befürchten oder sind sich sogar sicher, dass sie bislang zu wenig getan haben, um später auf ihre Wunschrente zu kommen. Die Sorge, im Alter den Lebensstandard nicht halten zu können oder länger arbeiten zu müssen, greift um sich.
Einer der Gründe: Immer mehr Menschen erkennen, wie sehr die Niedrigzinsphase ihre Vorsorgebemühungen torpediert. Aber immerhin 40 Prozent der Befragten haben schon ihr Sparverhalten geändert: Einige legen einfach höhere Summen zurück, um den fehlenden Zins auszugleichen, andere lassen, wohl weil sie keinen Sinn mehr darin sehen, beim Sparen nach. Die größte Gruppe aber passt ihre Strategie an und greift zu Anlagealternativen – der vielversprechendere Weg.

Neue Anlagemöglichkeiten sind gefragt

Doch welche Anlagemöglichkeiten eignen sich heute besser und welche weniger gut? Das Vermögensbarometer hat dafür den Saldo der Meinungen berechnet: Vom Anteil der Menschen, die eine Geldanlage für besonders geeignet halten, wurden diejenigen abgezogen, die sie für nicht so geeignet halten. Das Ergebnis: Auf Platz eins landeten die Aktien mit 42 Prozent – ein historisches Ereignis, denn so weit nach oben hatten es Wertpapieranlagen im Vermögensbarometer noch nie geschafft. Auf Platz zwei folgen mit 29 Prozent die Investment- und Immobilienfonds.

Aktien und Investmentfonds sind am besten geeignet

Angst vor dem Unbekannten

Aktien und Fonds sind damit als Alternative zum Nullzins in den Köpfen der Menschen angekommen. Die eigene Immobilie finden dagegen inzwischen viele zu teuer, sie ist von Platz eins auf Platz drei abgerutscht. Doch auch wenn das Interesse an Aktien und Fonds deutlich gestiegen ist, hinkt die tatsächliche Zahl neuer Anleger noch hinterher. So gibt es wohl weiter zahlreiche Sparer, die gerne wechseln würden, aber sich nicht trauen oder nicht wissen, wie sie es anstellen sollen.

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Die Risikoaversion bleibt ausgeprägt, wobei die Angst häufig einfach mit mangelndem Wissen zusammenhängt. Da sind Berater gefragt, denen man vertraut. Und die gibt es aus Sicht der Anleger vor allem bei den Sparkassen. Wie schon seit vielen Jahren lagen die Sparkassen auch 2019 im Vertrauensranking der Banken wieder auf Rang eins. Und dieses Jahr legten sie noch einmal um 8 Prozentpunkte zu.

Stand: 30.10.2019