Deka-Anlegermonitor Auf der Suche nach Rendite

Immer mehr Deutsche googeln, wie sie ihr Geld besser anlegen können.


TEXT: Daniel Evensen

Der Niedrigzins nervt nicht nur, er macht die Menschen auch ratlos. Sie möchten zwar vorsorgen, aber 66 Prozent wissen aktuell nicht, wie sie sinnvoll sparen können. Dies ist eines der Ergebnisse des Anlegermonitors, einer repräsentativen YouGov-Studie im Auftrag der Deka.

Weil die traditionellen festverzinslichen Sparformen kaum Erträge abwerfen, interessieren sich mehr und mehr Sparer für Geldanlagen mit höheren Renditechancen. Das belegt auch die Auswertung von Google-Daten: Suchten im Januar 2017 mit 150.000 Anfragen noch die meisten User nach „Tagesgeld“, ist es ein Jahr später der Begriff „Investmentfonds“ mit 160.000 Anfragen. Innerhalb eines Jahres sind die Google-Suchen nach Investmentfonds um 20 Prozent gestiegen.

Vor allem Großstädter begeben sich verstärkt auf die Jagd nach Rendite. Während im Schnitt 38 von 1.000 Deutschen nach Fonds suchen, sind es beispielsweise in Frankfurt 87, in München 72 und in Hamburg 61.

Eine Auswertung über fünf Jahre lässt zudem ein deutlich gestiegenes Interesse rund ums Thema Wertpapiere erkennen: Wurde über Google im Januar 2013 mehr als doppelt so häufig nach Informationen zu „Versicherungen“ wie zu „Wertpapieren“ gesucht, hat sich das Verhältnis im Jahr 2018 mehr als umgekehrt.

Trotz wachsenden Interesses und Motivation mangelt es aber oft an der Umsetzung der Pläne. Ein Grund für das Verharren in unrentablen Anlageformen könnte am fehlenden Wissen liegen. So kennen lediglich 23 Prozent der von YouGov Befragten die ungefähre Höhe der Inflation im vergangenen Jahr. Nur jeder Dritte hat eine realistische Einschätzung seines Rentenniveaus. Und weniger als die Hälfte weiß, dass Aktienfonds geringere Risiken aufweisen als Einzelaktien. „Die Sparer müssen die Chance haben, Produkte richtig einzuordnen und die für sich passenden auszuwählen“, kommentiert Michael Rosbach, Leiter Vertriebsstrategie und Marktinitiativen der DekaBank. Deshalb bleibt auch in Zeiten von Google die persönliche Beratung in der Sparkasse von großer Bedeutung.

Dennoch hilft es, sich auch selbst schlau zu machen. Wenn Sie sich regelmäßig über Fonds und Finanzmärkte informieren möchten, können Sie hier kostenlos den fondsmagazin-Newsletter abonnieren.

Stand: 05.07.2018