Aktienfonds Börse in Bewegung

Beim Dax hat sich in 30 Jahren manches verändert, bei der Deka noch viel mehr. Neben dem DekaFonds bietet sie heute eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten, in deutsche Aktien – und darüber hinaus – zu investieren. In der Gunst der Anleger liegt einer der jüngeren Aktienfonds sogar ganz vorn.


TEXT: Daniel Evensen

Am Anfang war der DekaFonds. 62 Jahre ist es her, dass die Deka ihren ersten Fonds für deutsche Aktien auflegte. Es gibt nicht viele Fonds mit einer derart langen Erfolgsbilanz, doch das ist kein Grund, sich nicht weiterzuentwickeln.

Der DekaFonds steht heute für eine gute Mischung aus Tradition und Moderne. „In unserem Team Deutschland sind wir sieben Personen – das macht zusammen mehr als 100 Jahre Berufs­erfahrung“, erklärt Fondsmanager Ralf Dietl. „Erfahrung ist wichtig, die Kombination macht es aber. Neues Denken, auch von jungen Kollegen, gepaart mit dem jahrzehntelangen Engagement an den Finanzmärkten.“

Mehr als nur der dax

Den Schwerpunkt seines Fonds bilden Dax-Titel von Adidas bis Vonovia, aber anders gewichtet als im Index – und es müssen auch nicht alle 30 vertreten sein. Dafür berücksichtigt Dietl auch Aktien, die nicht im Dax enthalten sind. Sie sind bisweilen das Salz in der Suppe. Seit 2016 kann er zudem das ein oder andere euro­päische Unternehmen beimischen. So greift er zum Beispiel in Segmenten wie dem Einzelhandel zu, in denen deutsche AGs nicht sehr präsent sind.

Insgesamt umfasst das Portfolio zurzeit mehr als 80 Werte. Bei der Auswahl gilt die Maxime: „Wir wollen investieren, nicht spekulieren. Unser Fokus liegt auf nachhaltiger Entwicklung“, so Dietl. Um Unternehmen zu identifizieren, die im Wettbewerb bestehen können, sieht sich das Team häufig vor Ort an, wie gearbeitet wird. Zum Team zählt auch Markus­ Turnwald. Er ist Industriespezialist und zugleich Fondsmanager von Deka-Deutschland Nebenwerte, der 2013 an den Start ging. Im Portfolio stecken hier kleinere bis mittelgroße Unternehmen, im Idealfall Hidden Champions. So nennt man weniger bekannte, innovative Marktführer. In den vergangenen Jahren haben deutsche Nebenwerte noch besser abgeschnitten als die Dickschiffe. Bei konjunkturellen Turbulenzen neigen sie dafür zu stärkeren Kursschwankungen.

Basis und Beimischung

„Den DekaFonds setzen Anleger gerne als Basisinvestment in ihren Depots ein“, sagt Dirk Steuernagel, Produktmanager bei der Deka. „Auch bei Fondssparplänen und Vermögenswirksamen Leistungen zählt er zu den Favoriten. Deka-Deutschland Nebenwerte stellt eine noch chancenorientiertere Ergänzung dar.“

Wer es hingegen defensiver mag, der kann sich Deka-Deutschland Balance ansehen. Die Aktienquote dieses Mischfonds beträgt maximal 30 Prozent. Sie wird aber nur im freundlichen Markt­umfeld ausgeschöpft. Eine weitere Möglichkeit, indirekt in Aktien zu investieren, sind Zertifikate. Denn das Gros der Deka-Zertifikate beinhaltet Risikopuffer. Die Planbarkeit kommt vielen Anlegern ebenfalls entgegen: Bei Zertifikaten stehen Laufzeit sowie Renditechancen und -risiken von vornherein fest.

„Die Kombination macht es: neues Denken, gepaart mit jahrzehntelanger Erfahrung an den Märkten“Fondsmanager Ralf Dietl

Auch die Anleger haben sich in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt. Sie möchten neben Deutschland weitere Märkte erschließen. Die ganze Welt in einem Fonds bietet der sehr beliebte Deka-DividendenStrategie. Vor acht Jahren aufgelegt, beträgt das Fonds­volumen heute 5,8 Milliarden Euro und über­flügelt damit sogar den DekaFonds mit ­seinen 5 Milliarden.

Die Anziehungskraft liegt zum einen im einleuchtenden Investmentprozess. Fondsmanagerin Ilga Haubelt: „Wir setzen auf Unternehmen mit starken Marken, überzeugenden Geschäftsmodellen und soliden Bilanzen. Bei ihnen besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie langfristig attraktive Dividenden zahlen.“ Zum anderen reizen die Dividenden selbst, die der Aktienfonds zweimal jährlich ausschüttet. Dafür ­nehmen Anleger die bei Aktienportfolios gegebenen Kursrisiken in Kauf.

Auf europäischer Ebene steht ebenfalls einer der jüngeren Fonds weit oben in der Gunst der Anleger. Der 2012 gestartete Deka-Europa Aktien Spezial hat dank überzeugender Ergebnisse die Marke von 1 Milliarde Euro überschritten und schließt zum Europa-Klassiker AriDeka auf. Das ist gut für die Anleger beider Aktienfonds, denn bekannter­maßen spornt Wettbewerb an.