Umfrage Engagement ist gut für den Kurs

Anlegern ist Rendite wichtig, aber auch, dass sie auf verantwortungsvolle Weise erwirtschaftet wird. Dies belegt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Deka.


TEXT: Peter Weißenberg

Voller Einsatz für Erträge – bei der Deka bedeutet das mehr als die Analyse der Konjunktur- oder der Geschäftszahlen von Aktiengesellschaften. Die Deka-Experten setzen bei über 2.000 Kontakten pro Jahr auf den konstruktiven Dialog mit den Unternehmen, um deren Geschäftsstrategie mitzugestalten In den Gesprächen geht es immer stärker auch um die gute Unternehmensführung, weil das langfristig der Schlüssel zum Erfolg und damit Wertzuwachs ist. Zudem hat die Deka im Jahr 2019 bislang auf 287 Hauptversammlungen mit über 3.485 Tagesordnungspunkten für ihre mehr als vier Millionen Anleger abgestimmt. Dieses Engagement ist ganz im Sinne der Menschen, wie eine aktuelle Umfrage der Marktforscher von YouGov im Auftrag der Deka zeigt. So halten es zum Beispiel 71 Prozent der Befragten für wichtig, dass Fondsgesellschaften ihre Anleger auf Hauptversammlungen vertreten. Unter den Besitzern von Aktienfonds finden das sogar 75 Prozent.

YouGov hatte Mitte Juni „repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren“ gefragt, was die Deutschen über Corporate Governance denken. Der Begriff beschreibt die Regeln guter Unternehmensführung von ethischem Verhalten über den Kampf gegen Korruption bis zu Arbeitsschutz, Menschenrechten, Gleichberechtigung und Klimaschutz. Oder kurz gesagt: anständiges Arbeiten – in jeder Hinsicht.

„Auf Corporate Governance kommt es an, weil Unternehmen auf Vertrauen angewiesen sind“, stellt Rolf Nonnenmacher fest, Vorsitzender der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex. Der Experte betont, dass es um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung der Unternehmen nicht zum Besten stehe. Das lasse sich etwa „an der öffentlichen Debatte über Abgaswerte oder Managergehälter erkennen“. Die Deka hat gerade erst auf den Hauptversammlungen vieler Aktiengesellschaften Themen wie diese offensiv angesprochen.

Starke Stimme gewünscht

Mehr als jeder zweite Anleger in Aktienfonds hält die mittelbare Möglichkeit der Einflussnahme – etwa im Rahmen der Hauptversammlungen – sogar für ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl von Fonds. In der Gesamtbevölkerung sehen das immerhin 41 Prozent so. Die Menschen haben auch eine klare Vorstellung davon, wer sie vertreten soll. „Ich denke, dass mein Stimmrecht am besten von einer nationalen Fondsgesellschaft wahrgenommen wird”, sagen 48 Prozent der Befragten.

Präferenz für nationale Fondsgesellschaften

Aber welche Interessen sind das ganz konkret? Auch dieser Punkt wurde in der Befragung angesprochen: „Für welche Themen sollte Ihre Fondsgesellschaft bei einer Hauptversammlung eintreten, um auf die Unternehmen einzuwirken?” An der Spitze der Antworten liegt die verantwortungsvolle Unternehmensführung, etwa durch Korruptions-Bekämpfung, vor sozialen und ökologischen Kriterien (siehe Grafik).

Verantwortungsvolles Handeln im Fokus

Die Deutschen sind sich außerdem mehrheitlich sicher, „dass durch das Engagement für diese Themen der Aktienkurs des betroffenen Unternehmens langfristig steigt.” Wer die Meinung seiner Anteilseigner berücksichtigt und auf eine tadellose Corporate Governance achtet, hat also gute Chancen, neue zufriedene Anleger zu gewinnen.

Auch die Deka sieht in der verantwortungsvollen Unternehmensführung den Schlüssel für langfristig steigende Unternehmenswerte. Sie hat deshalb ihren Einsatz für mehr Nachhaltigkeit und eine bessere Corporate Governance in diesem Jahr weiter verstärkt und mit Ingo Speich einen ausgewiesenen Experten als Leiter für beide Themengebiete gewonnen. Speich verspricht: „Für jeden Euro, der in Fonds der Deka steckt, werden wir uns mit voller Kraft einsetzen.“

Stand: 31.07.2019