22.2.2021 | CORONAKRISE Das Virus zwingt zur Geduld

Friseure dürfen im März öffnen, für Unternehmen aus Handel, Gastronomie oder Veranstaltungsbranche ist die Lage jedoch weiterhin unklar.


TEXT: Peter Weissenberg

Woran lässt sich erkennen, dass der März anbricht? Wir sitzen zwar immer noch distanziert in Videokonferenzen – aber ohne Kinder im Hintergrund, dafür teils mit besseren Frisuren. So lässt sich die Coronalage nach den jüngsten Beschlüssen der Ministerpräsidentenrunde zusammenfassen. Für viele Unternehmen aus Handel, Gastronomie oder Veranstaltungsbranche ist die Lage weiterhin bitter. Angesichts der ansteckenderen Virusvarianten bleiben die Öffnungsaussichten ihrer Betriebe fast überall auf der Welt ungewiss. Die Experten aus dem Makro Research der Deka resümieren denn auch, dass sich „zumindest die gefühlte Nachrichtenlage etwas eingetrübt hat“. Für die Kapitalmarkteinschätzung aber sei es wichtig, sich nicht im regionalen Klein-Klein verschiedener Regelwerke zu verlieren, so die Volkswirte. Global gesehen stehen vor allem die Impffortschritte im Fokus – und „hier sind die Nachrichten in der Summe weiter positiv einzuschätzen“.

Die Aussicht auf rasch steigende Impfzahlen zusammen mit den Wachstumsperspektiven lässt zahlreiche Aktienmärkte weiterhin von Rekordhoch zu Rekordhoch eilen. „Kein Zustand, der ewig anhalten kann“, mahnen die Experten zwar. Solange aber die globalen Wachstums- und Gewinnperspektiven intakt seien, dürften Korrekturen nur klein und von geringer Dauer sein. Grundsätzlich ist mit dem Abflauen der Pandemie die wirtschaftliche Aufholjagd in Sicht. Zusammen mit der zuletzt nochmals angehobenen globalen Wachstumseinschätzung sei dies „der entscheidende fundamentale Treiber für die Kapitalmärkte“.

Stand: 22.2.2021