24.10.2021 | FONDSPORTRAIT Umwelt ist ein Wachstumsthema

Ob in der EU, in den USA oder in China – die Politik will mehr Geld für den Klimaschutz investieren. Davon könnte auch der Fonds Deka-UmweltInvest profitieren.


TEXT: Robert Thiel

EU-Präsidentin Ursula von der Leyen scheut keine großen Worte. Der Green Deal, also das Vorhaben der Europäischen Union bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen, sei Europas „Man on the moon“-Moment, also so bedeutend wie die Mondlandung für die Vereinigten Staaten, sagte die Politikerin schon vor zwei Jahren. Große Worte und große Zahlen: Ein Drittel der Investitionen des Aufbaupakets „Next Generation“ und des Siebenjahreshaushalts der EU, insgesamt 1,8 Billionen Euro, sollen in den Green Deal fließen.

Damit will die EU bereits bis 2030 die Netto-Treibhausemissionen um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 zu drücken. Damals beliefen sich die Emissionen laut Bundesumweltamt auf knapp fünf Milliarden Tonnen Kohlendioxid.

Beistand erhält die EU jetzt nicht nur aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Der neue US-Präsident Joe Biden kämpft ehrgeizig gegen die Erderwärmung. Große Teile seines Billionen-Investitionspakets, das Straßen, Brücken, Gleise, Flughäfen, Häfen und Bahnhöfe in den USA modernisieren soll, soll in den Klimaschutz fließen, zum Beispiel in den Bau von Ladestationen für Elektroautos.

USA vor Japan

Grafik: KD1

Auch in China, weltweit mit Abstand vor den USA größter Emittent von klimaschädlichen Emissionen, streben die Machthaber nach mehr Klimaschutz. In Deutschland dürfte der nächste Bundesfinanzminister mit einer Regierungsbeteiligung der Grünen mehr Geld für Investitionen im Kampf gegen die Klimakrise zur Verfügung stellen. Und im November beim nächsten UN-Klimagipfel in Glasgow wird das Thema wieder auf der Welt-Tagesordnung stehen. 

Michael Schneider, Fondsmanager des Deka UmweltInvest, kann sich deshalb bestätigt fühlen. „Politische Unterstützung für Investitionen in den Klima- und Umweltschutz ist immer gut“, sagt er. Schneider hofft darauf, dass so manches Unternehmen im Deka-UmweltInvest davon profitieren wird, wenn Politiker mehr Geld für ökologische Innovationen ausgeben werden. 

Als der Themenfonds 2006 aufgelegt wurde, war die Deka damit einer der Pioniere in Deutschland. Inzwischen kommen immer mehr Umweltfonds und Fonds mit dem Etikett „nachhaltig“ auf dem Markt. Klimaschutz und die Rettung des Planeten Erde wird Anlegern und Anlegerinnen immer wichtiger. „Die vergangenen zwei, drei Jahre waren Nachhaltigkeits- und Umweltthemen schon sehr populär“, sagt Schneider. Der Aktienfonds mit einem Volumen von mittlerweile fast 1,7 Milliarden Euro habe deshalb „steigende Zuflüsse“ zu verzeichnen. 

Schneider scannt für den UmweltInvest seit mehr als einem Jahrzehnt Firmen rund um den Globus, die eines gemeinsam haben: Sie bringen ökologische Innovationen voran. In Aktien von mehr als 100 Firmen hat er Geld der Deka-Anleger angelegt, vor allem in den Vereinigten Staaten, Japan, Großbritannien, der Schweiz und Dänemark. 

„Ich schaue mir die Produktseite an, checke, was das Unternehmen herstellt und prüfe die Zukunftsaussichten“

Michael Schneider, Fondsmanager des Deka UmweltInvest

Die Unternehmen im Fondstopf bauen nicht nur Solarkraftwerke und Windturbinen. Sie machen Motoren effizienter, entwickeln neue Treibstoffe oder neue Techniken, um Emissionen zu verringern oder Wasser sauberer zu machen. „Ich schaue mir die Produktseite an, checke, was das Unternehmen herstellt und prüfe die Zukunftsaussichten“, sagt Schneider. Vor allem bei der Energie-Infrastruktur sieht er einen riesigen Nachholbedarf. Kraftwerke oder Stromleitungen seien in den westlichen Ländern zum Teil älter als 30 Jahre. Die Netze seien noch nicht so ausgerichtet, „dass wir die Energiewende hinbekommen“.

Trotzdem hält Schneider nichts davon, allein nur auf das Thema erneuerbare Energien zu setzen. Dass dies zu riskant sei, zeige die Pleite des deutschen Herstellers Solarworld. Aktien aus der Branche hätten „eine Achterbahnfahrt“ hinter sich. 

Nachholbedarf: Sehr viele Stromleitungen sind veraltet.

Auch für Schneiders Fonds sind die ESG-Kriterien wichtig. E steht dabei environmental, S für social und G für governance. In solchen nachhaltigen Fonds sollen also vor allem Aktien von Unternehmen stecken, die die Umwelt möglichst wenig schädigen, sich sozial vorbildlich verhalten und auf eine gute Unternehmensführung Wert legen. Laut Schneider werden alle Titel im Fonds nach ESG-Kriterien geprüft. Im Fonds werden aber Unternehmen ausgewählt, bei denen besonders das E herausragt. Unter diesen Gesichtspunkt leiste jeder Titel im Portfolio einen Beitrag für mehr Klima- und Umweltschutz, so der Fondsmanager. Um chinesische Aktien macht er derzeit allerdings vorsichtshalber lieber einen Bogen. Titel aus dem Reich der Mitte hätten großes Potential. Es sei aber schwer, zu kontrollieren, „was die Unternehmen wirklich tun“. 

Größer Wert im Fonds war im Oktober Tesla. Der US-Elektrobauer setzt nicht nur Maßstäbe beim Bau von Elektroautos. Das Unternehmen liefert zum Beispiel in den USA den Käufern von Tesla-Autos die Solarmodule gleich mit, die so zu Hause ihren eigenen Strom erzeugen können. Vestas ist der zweitgrößte Wert im Fonds. Der Hersteller von Windkraftanlagen in Dänemark hat weltweit bereits 77.000 Windturbinen in mehr als 80 Länder ausgeliefert.

Das Geld der Anlegenden fließt aber auch in andere Branchen und Unternehmen, die auf dem Wachstumspfad sind. Das gilt etwa für die Themen Recycling, Wasserversorgung, nachhaltiger und fleischloser Ernährung und Dienstleistungen. SGS, ein Schweizer Unternehmen ist zum Beispiel einer der führenden Anbieter für Dienstleistungen in den Bereichen Prüfen, Testen, Verifizieren und Zertifizieren – vergleichbar etwa mit dem TÜV Süd oder Nord in Deutschland. Schließlich muss die Sicherheit von neuen Industrieanlagen ja vorher getestet und diese Anlagen abgenommen werden, damit sie in den Betrieb gehen können. Im Fonds vertreten ist ebenfalls das US-Unternehmen Tetra Tech, das bei großen Infrastruktur-Projekten Machbarkeitsstudien erstellt und berät. 

Für die Zukunft ist Fondsmanager Schneider jedenfalls optimistisch: „Umweltthemen sind Wachstumsthemen. Sauberes Wasser, erneuerbare Energien, Klimawandel sind die großen Treiber“, sagt er. „Deshalb bin ich positiv gestimmt.“

Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de, erhalten. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte in deutscher Sprache inclusive weiterer Informationen zu Instrumenten der kollektiven Rechtsdurchsetzung erhalten Sie auf https://www.deka.de/privatkunden/kontaktdaten/kundenbeschwerdemanagement. Die Verwaltungsgesellschaft des Investmentfonds kann jederzeit beschließen, den Vertrieb zu widerrufen.

Stand: 24.10.2021