Anlagestrategie Die letzten Rendite-Oasen

3, 4, oder sogar 6 Prozent – wer sich auskennt, kann auch heute noch attraktive Ertragsquellen erschließen. fondsmagazin zeigt, wie das geht und wie sich dabei die Risiken steuern lassen.


TEXT: Daniel Evensen

Nullzins? Ein Ägypter kann mit diesem Begriff wenig anfangen. 6 Prozent Rendite weisen auf US-Dollar lautende zehnjährige Staatsanleihen aus dem nordafrikanischen Land aktuell auf. Klar, dem stehen Kursrisiken eines weniger stabilen Staates gegenüber, dafür glänzt das Land aber mit einem soliden Wirtschaftswachstum.

Auf problematische Aspekte stoßen Anleger in Schwellenländern immer, sagt Peter Schottmüller. Der Leiter Multi Asset Allocation der Deka hält Ägypten oder auch Indonesien und Russland (mit je rund 3,5% Rendite in US-Dollar) dennoch für vertretbare Investments in chancenorientierten Rentenportfolios. Die Mischung macht es. „Weil die Staaten jeden Monat aktuelle Wirtschaftsdaten veröffentlichen, kann man ihre Entwicklung gut überwachen“, erklärt Schottmüller. „Wichtig ist aber vor allem auch, breit über verschiedene Regionen und Länder zu streuen.“

Durstlöscher weltweit

Das gilt auch für Unternehmensanleihen, Aktien und in ähnlicher Weise für Gewerbeimmobilien. Sind Anleger bereit, Kurs-, Zins- oder Mietrisiken zu tragen, können sie in diesen Anlagebereichen langfristig Erträge deutlich über der Inflationsrate erwirtschaften. Für Schwellenländer-Anleihen bietet die Deka zum Beispiel den Weltzins-INVEST an. RenditDeka setzt sehr flexibel auf Unternehmens- und Staatsanleihen aus der Eurozone. Deka-ImmobilienNordamerika hat drei Jahre nach Start ein erfolgreiches Portfolio mit Objekten in den USA aufgebaut. Und auf der Aktienseite hat fondsmagazin kürzlich vielversprechende Fonds mit Anlageschwerpunkt auf europäische Werte vorgestellt.

Flüssig bleiben mit regelmäßigen Ausschüttungen

Es lassen sich aber auch mehrere Anlagebereiche in einem Portfolio kombinieren und daraus Fonds mit ganz unterschiedlichem Charakter entwickeln – Multi-Asset nennen Fachleute das. „Mit Deka-Multi Asset Income richten wir uns beispielsweise an Anleger, die regelmäßige Erträge erwarten“, sagt Schottmüller. „Ziel dieses Fonds ist zweimal im Jahr attraktive Ausschüttungen zu realisieren. Seit Fondsauflegung lagen diese durchschnittlich bei rund 3 Prozent pro Jahr.“ Der Deka-Experte ist zuversichtlich, den Anlegern auch 2019 wieder eine gute Ausschüttungsrendite bieten zu können.

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Deka-Multi Asset Income erreicht diesen Wert vor allem mit hoch verzinslichen Anleihen aus den Schwellenländern und von ausgewählten Unternehmen. Im Fonds sind aber auch Papiere aus Europas Peripherie enthalten. „Mit einer zehnjährigen portugiesischen Anleihe können wir bei gleichbleibender Zinslandschaft immerhin noch rund 1 Prozent einstreichen, wenn wir sie ein Jahr lang halten“, erklärt Schottmüller. Neben Anleihen fließt bis zu einem Viertel des Fondskapitals in Aktien. In diesem Jahr hat das Fondsmanagement von einer offensiven Positionierung des Portfolios profitiert. „Gleich zu Jahresbeginn haben wir erkannt, dass die Lockerung der Geldpolitik in den USA und Europa wegweisend für die Aktien- und Rentenmärkte sein wird.“

Zurzeit ist Deka-Multi Asset Income nicht mehr so offensiv aufgestellt, die Aktienquote beträgt 18 Prozent. Schottmüller bleibt aber grundsätzlich zuversichtlich. „Die Notenbanken geben klar zu verstehen, dass sie die Zinsen niedrig halten wollen. Das Umfeld für Wertpapiere ist damit trotz der schwächeren Konjunktur positiv.“ Sollten sich die Märkte aber einmal negativ entwickeln, können jedoch auch die Anleihen- und Aktienpositionen im Fonds Kursrückgänge verzeichnen.

Die besten Ideen der Deka

Immerhin 40 Prozent beträgt momentan die Aktienquote im Deka-BasisStrategie Flexibel, im Jahresverlauf erreichte sie sogar schon einmal 60 Prozent. Damit konnte er das positive Marktumfeld der vergangenen Monate erfolgreich nutzen. Dieser Multi-Asset-Fonds hat generell ein dynamisches Profil und er eignet sich somit für Anleger, die temporäre Kursrückgänge tolerieren. Seine Strategie ist, die „besten Anlageideen der Deka zu bündeln“, so Schottmüller. In den letzten Monaten zählten Engagements in führenden amerikanischen Technologiewerten dazu. Qualitätstitel aus der Luxusgüter- und Konsumgüterindustrie mit hohen Marktanteilen und gut prognostizierbaren Gewinnen standen ebenfalls im Fokus.

Zu den neueren Investitionen seit Jahresbeginn zählen auch Edelmetalle wie Gold, Palladium und Platin, die im Deka-BasisStrategie Flexibel aktuell rund 5 Prozent des Portfolios ausmachen. Der Nachteil von Edelmetallen – sie werfen keine laufenden Erträge ab – wiegt in einem Niedrigzinsumfeld weniger schwer. Als Sachwerte gewinnen sie in unsicheren Zeiten Beliebtheit bei Investoren, die den Wert ihres Vermögens schützen wollen. Zudem war es in der Vergangenheit möglich, beispielsweise durch die Investition in Gold die Kaufkraft nach Inflation zu erhalten. Die Preise von Edelmetallen können allerdings ähnlich stark schwanken wie die von Aktien.

Möglichst häufig positiv

Multi Asset lässt sich nicht nur dynamisch ausgestalten, sondern auch mit geringen Schwankungen. Erstes Ziel von Deka-Multi Asset Ertrag ist, in möglichst vielen Marktphasen positiv abzuschneiden. Um diesen Anspruch einzulösen, streut der Fonds sehr breit. Das flexible Anlagespektrum reicht von Aktien über Anleihen, Währungen und Rohstoffen bis hin zu Zertifikaten.

Noch wichtiger ist aber, dass das Fondsmanagement gleich aus drei Teams der Deka besteht. Jedes der Teams verwaltet einen Teil des Portfolios mit unterschiedlichen Herangehensweisen: Während das eine seine Investitionsentscheidungen auf Basis fundamentaler Analysen trifft, kann das andere auch bei fallenden Kursen in den Markt einsteigen. Das dritte Team setzt auf quantitative Strategien. Der Gedanke dahinter: Viele Ideen sollen die Rendite steigern und gleichzeitig Schwankungen reduzieren. Kursrückgänge können zwar nicht ausgeschlossen werden – der defensive Charakter des Produkts wird vom Fondsmanagement aber immer im Blick behalten. Deka-Multi Asset Ertrag passt für Sparer mit einen Anlagehorizont von 3 Jahren aufwärts, die ruhig schlafen und Ihr Vermögen behutsam für sich arbeiten lassen wollen.

Mit Tagesgeld, Sparbriefen und Co werden Anleger weiterhin auf dem Trockenen sitzen. Die Zukunft gehört modernen Fondskonzepten, mit denen Anleger die letzten Oasen der Rendite erschließen können.

Stand: 31.07.2019