Europafonds Der Dornröschen-Effekt

Europas Aktienmärkte werden möglicherweise schon bald wachgeküsst. Konservative wie auch chancenorientierte Anleger können dabei sein. fondsmagazin stellt sechs Möglichkeiten vor.


TEXT: Daniel Evensen

Eurokrise, Wachstumsschwäche, politische Querelen und der Brexit – ein wahres Dickicht an Problemen hat in den letzten Jahren den Blick auf die Stärken europäischer Unternehmen verdeckt. Internationale Investoren widmeten ihre Aufmerksamkeit lieber amerikanischen Börsenstars wie Apple und Amazon, deutschen Industrie-Weltmarktführern oder möglichen Champions von Morgen aus den Schwellenländern.

Die Folge: der Aktienindex Euro Stoxx 50 lag in den vergangenen fünf Jahren quasi im Tiefschlaf während anderswo die Aktienkurse Sprünge machten. Diese Konstellation wird schon bald Vergangenheit sein, glaubt Fondsmanager Thomas Jantos von der Deka und nennt die Gründe: „Wegen der unterdurchschnittlichen Kursentwicklung sind europäische Aktien günstiger. Ihr Kurs-Buchwert-Verhältnis ist dafür ein guter Maßstab. In Europa beträgt es im Durchschnitt in etwa bei moderaten 1,5 – in den USA liegt das Verhältnis bei circa 3,5 mehr als doppelt so hoch.“

Billig ist zwar nicht automatisch zugleich gut. Aber Europa bietet auch Qualität. „Sehen Sie sich hochprofitable Hersteller von Luxusgütern an wie Louis Vuitton, Ferrari oder Hermès, den Kosmetikgiganten LÒreal und den Nahrungsmittelkonzern Nestlé“ sagt Jantos. Ein weiterer Pluspunkt sei die im internationalen Vergleich geringe Verschuldung der Unternehmen. „Sie haben in den Jahren nach der Finanzmarktkrise ihre Hausaufgaben gemacht und sind heute überwiegend solide aufgestellt.“

Was dem europäischen Aktienmarkt momentan noch zu schaffen macht, ist seine Zusammensetzung. „Es gibt in Europa einen überdurchschnittlichen Anteil an konjunktursensiblen, exportorientierten Aktien. Sie leiden besonders unter den Zollstreitigkeiten und Chinas schwächelndem Wachstum.“ Sollten sich die Streithähne aber einigen und China seine Wachstumsdelle überwinden, könnten Europas Börsen künftig die Nase vorn haben.

Die Deka bietet vielfältige Möglichkeiten, um das Potenzial europäischer Aktien zu erschließen. Sie alle bergen das Risiko von Wertschwankungen, die auch in den negativen Bereich führen können – sie haben aber auch attraktive Renditeaussichten.

Hier sind fünf Wege zu Rendite in Europa

Deka-EuropaSelect

Dieser Aktienfonds enthält Titel aller Größenklassen. Das Schwergewicht bilden global aufgestellte Konzerne wie Nestlé, SAP oder Airbus. Weil in der Schweiz neben Nestlé weitere Großkonzerne wie Roche und Novartis beheimatet sind, ist das Land aktuell mit 20 Prozent am stärksten im Fonds vertreten, deutsche Papiere kommen auf 13 Prozent. Kandidaten für das Portfolio durchlaufen einen mehrstufigen Auswahlprozess bei dem unter anderem das Branchenumfeld, die Managementqualität und die Bilanzstruktur geprüft werden. „Bei der Auswahl der Unternehmen legt das Fondsmanagement besonderes Augenmerk auf ein möglichst stabiles Wachstum von Umsatz und Gewinn“, erklärt Deka-Experte Jantos.

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Deka-EuropaPotential

Auf Wachstumswerte setzt auch Deka-EuropaPotential – allerdings nicht so sehr auf die bekannten Namen, sondern auf kleinere und mittlere Aktiengesellschaften, quasi die Schnellboote der Börse. Diese legen ein höheres Tempo vor als die großen Tanker – aber nicht alle erreichen letztendlich ihre Ziele. „Der Deka-EuropaPotential ist daher etwas offensiver ausgerichtet als der Deka-EuropaSelect“, sagt Thomas Jantos. „Die Aktien im Portfolio können stärkere Kursschwankungen aufweisen, haben dafür aber auch überdurchschnittliche Renditechancen.“ Gegenwärtig erfüllen zahlreiche schwedische Unternehmen die Aufnahmekriterien des Fonds, sie sind mit 18 Prozent Anteil am höchsten gewichtet. Bei den Branchen steht das Gesundheitswesen mit gut 20 Prozent an erster Stelle.

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Deka-UnternehmerStrategie Europa

Ende Februar 2019 startete dieser neue Aktienfonds, der in eigentümergeführte Unternehmen wie den Autovermieter Sixt oder den Getränkehersteller Fever-Tree investiert. Im Portfolio sind viele Familienfirmen mit langer Tradition enthalten. Sie sind ein wichtiger Wachstumstreiber der Wirtschaft, wie eine aktuelle Studie zeigt. Demnach wuchs der Umsatz von deutschen Familienunternehmen zwischen 2007 und 2016 im Durchschnitt um 36 Prozent, bei den DAX-Unternehmen ohne Eigentümer an Bord waren es 29 Prozent. „Zudem sind die Gründer meist mit einem Großteil ihres eigenen Vermögens investiert. Ihre Unternehmen sind daher meist konservativ finanziert und werden mit Weitsicht gesteuert“, erklärt Deka-Fondsmanager Jantos. Mit 50 bis 70 Werten ist Deka-UnternehmerStrategie Europa fokussierter aufgestellt.

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Deka-Europa Aktien Spezial

Ein gänzlich anderes Konzept verfolgt der quantitative Fonds Deka-Europa Aktien Spezial. Das Management wertet mit seinem LowRisk-Modell eine Vielzahl von Daten einzelner Unternehmen aus. Dazu zählen beispielsweise die Gewinnentwicklung, die Bewertung oder das Momentum der Aktien. Mittels dieser finanzmathematischen Analysen werden aus dem Gesamtmarkt diejenigen Werte ausgesiebt, die gegenüber vergleichbaren Titeln weniger stark schwanken und nicht überbewertet sind. Auf diese Weise entsteht ein vergleichsweise defensives Portfolio. Nun setzt das Fondsmanagement Optionen ein, um das Portfolio moderat zu hebeln. Das Ergebnis erklärt Fondsmanager Sven-Björn Thießen. „Als Folge liegt das erwartete Risiko des Fonds ungefähr auf Marktniveau, die erwartete Rendite aber etwas darüber.“

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Deka-Euroland Balance

Dieser ebenfalls einem mathematischen Modell folgende Mischfonds ist weitaus defensiver aufgestellt als ein Aktienfonds. Er enthält zum großen Teil europäische Staatsanleihen als stabile Säule und bis maximal 30 Prozent Aktien aus Euroland. Bei fallenden Börsenkursen kann die Aktienquote bis auf Null reduziert werden. Ermittelt das computergesteuerte, Modell hinter dem Fonds aber stabile Aufwärtstrends bei Aktien, dann werden sie schrittweise bis zum Maximum immer höher gewichtet. Dies war beispielsweise im Aufwärtstrend von Januar bis April der Fall. Mit diesem Konzept ist der Fonds ein interessantes Investment für Anleger, die niedrige Kursschwankungen tolerieren, aber einen Aktienfonds als zu riskant empfinden.

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Und wer davon ausgeht, dass es noch etwas dauert bis Europas Aktienmärkte wachgeküsst werden, der sollte sich Aktienanleihen oder Express-Zertifikate näher ansehen. Sie weisen besondere Stärken in seitwärts laufenden und leicht fallenden Märkten auf. Mehr dazu lesen Sie hier.

Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder Landesbank oder von der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de erhalten.

Stand: 20.05.2019