Patente Importierter Erfindergeist

Erfinder mit ausländischen Wurzeln tragen immer mehr zur Innovationskraft und zur Linderung des Fachkräftemangels in Deutschland bei.


Deutschland wäre nicht das Land der Tüftler und Denker, wenn es seine Zuwanderer nicht hätte: Wie das Institut der deutschen Wirtschaft ermittelte, stammt fast jedes zehnte beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldete Patent von Erfindern mit Migrationshintergrund. 2005 lag die Quote bei lediglich 6 Prozent.

Die meisten Tüftler mit ausländischen Wurzeln stammen aus Polen, Russland und anderen Ländern Mittel- und Osteuropas. Allein sie haben im untersuchten Jahr 2016 fast 1.000 Patente angemeldet. Bei Erfindern aus dem arabischen und türkischen Sprachraum waren es rund 560 Erfindungen. Besonders starke Zuwächse gab es bei Patentanmeldungen von Erfindern mit indischen Wurzeln – hier hat sich die Zahl der Patente gegenüber 2005 fast verdreifacht.

Im Jahr 2017 hatten rund 19,3 Millionen Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund. Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde.

Stand: 11.04.2019