Interview „In Habachtstellung“

Deka-Fondsmanager Ronald Spekking über die Anlagepolitik im Fonds Deka-BasisStrategie Flexibel und wie er außergewöhnliche Investments aufspüren will.


Herr Spekking, vor bald vier Jahren wurde Deka- BasisStrategie Flexibel aufgelegt, der die besten Investment-Ideen des Hauses bündelt. Ist das Konzept aufgegangen?
Ja, und mit der Zeit immer besser. Anfangs lag der Schwerpunkt der Ideen auf Europa, inzwischen sind wir weltweit und mit unter­schiedlichsten Themen unterwegs. Das hat sich in den vergangenen 18 Monaten auch positiv bei der Performance gezeigt.


Was zählte zu den besten Ideen?
Bei Anleihen den Fokus vor allem auf Schwellenländer zu legen. Bei Aktien haben sich etwa ­Ideen­ rund um die Steuerreform in den USA bezahlt gemacht: Die Steueränderungen begünstigen Übernahmen, erleichtern das Rückführen von Vermögen aus dem Ausland und Aktienrückkäufe. Zuweilen greifen wir auch exotischere Trends auf wie E-Sports, also das professionelle Videospielen. Aktien, die damit zusammenhängen, zählten 2017 zu den Gewinnern.

Heißt exotisch auch riskant?
Wir haben mit Deka-BasisStrategie Flexibel den Ehrgeiz, außergewöhnliche Investments aufzuspüren. Deshalb: Ja, es handelt sich um einen offensiven Mischfonds, bei dem Kursschwankungen auch in den negativen Bereich vorkommen können. Aber Nischenthemen wie E-Sports würden wir niemals hoch gewichten. Und wir passen das Risiko im Fondsportfolio flexibel unseren Markterwartungen an.

Rechnen Sie mit einer Korrektur?
Wir wittern nicht hinter jedem Baum das Unheil, aber wir sind in Habachtstellung. Konkret liegt die Aktienquote im Fonds derzeit um die 45 Prozent, während sie in früheren Jahren bis über 70 Prozent erreichte. Dafür widmen wir uns intensiver dem US-Dollar, Öl oder auch der Volatilität. Denn selbst die Veränderung von Kursschwankungen bietet Ansatzpunkte für Investitionen. Uns gehen die Ideen nicht aus.