Fondssparpläne Aus klein wird groß

Eine neue Renditeberechnung des Dax zeigt, wie sich regelmäßiges Aktiensparen lohnen kann.


TEXT: Daniel Evensen

Wer ganz genau wissen möchte, welche Chancen Aktien haben und wie hoch die Risiken sind, dem kann das Deutsche Aktieninstitut weiterhelfen. Denn die Experten dieses Instituts veröffentlichen alljährlich ein Renditedreieck. Darauf lässt sich ablesen, welche jährlichen Erträge ein Investment in den Dax über alle möglichen Zeiträume in der Vergangenheit eingespielt hat – zum Beispiel von 1994 bis 2013 oder von 2014 bis 2016. Nun hat das Deutsche Aktieninstitut auf Initiative der Deka eine neue Version dieses Dreiecks aufgelegt: Sie zeigt die historischen Renditen nicht für die Einmalanlage, sondern für monatliche Sparpläne. Wichtigstes Resultat: Eine große Mehrheit schneidet deutlich positiv ab. (HIER kommen Sie zur Übersicht mit den Renditen für alle Zeiträume.)

„Schon kleine Beträge, die regelmäßig in Aktien gespart werden, zahlen sich langfristig aus – ohne dass man dabei übermäßige Risiken eingehen müsste“, kommentiert Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts, die Analyse. So konnte ein Sparplan seit Start des Deutschen Aktienindex im Jahr 1988 bis heute eine jährliche Rendite von fast 8 Prozent auf das angelegte Geld erwirtschaften. Wer also 30 Jahre lang 50 Euro im Monat – insgesamt 18.000 Euro – in Dax-Aktien sparte, kann sich jetzt über ein Vermögen von knapp 70.000 Euro freuen.* Diese Summe reicht beispielsweise, um 20 Jahre lang eine monatliche Extra-Rente von nahezu 300 Euro auszuzahlen – kleiner Einsatz, große Wirkung.

Zu beachten ist bei Sparplänen wie bei allen Wertpapierinvestments, dass die Erträge schwanken. Wer in der Vergangenheit nur zwölf Monate Geduld bewies, verlor im schlechtesten Fall nahezu die Hälfte seiner Sparraten. Im besten Jahrgang ließ sich der Einsatz hingegen mehr als verdoppeln. Je länger Sparpläne laufen, desto geringer fallen indes die Unterschiede zwischen Top und Flop aus. Bei 30-jährigen Sparplänen betrug bereits das niedrigste Ergebnis 6,8 Prozent per anno, das höchste 13,1 Prozent und der Mittelwert lag bei 9,1 Prozent (siehe unten). Niemand kann gewährleisten, dass sich diese überdurchschnittlichen Renditen aus der Vergangenheit so in Zukunft wiederholen werden. Aber im Vergleich zu sicheren 0 Prozent bei vielen anderen Sparformen, erscheint das Aktiensparen als interessante Alternative.

*Bitte beachten Sie: Die frühere Wertentwicklung ist kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung

Langfristig Sparen stabilisiert die Rendite