Nachhaltige Geldanlage Mit Gewinn die Welt verbessern

Immer mehr Menschen wollen nachhaltig leben – und das in möglichst vielen Lebensbereichen. Vom wiederverwendbaren Kaffeebecher über die Stromversorgung bis zur Mobilität gibt es dafür heutzutage vielfältige Möglichkeiten. Und das gilt auch für die nachhaltige Altersvorsorge.


TEXT: Daniel Evensen, Peter Weißenberg

Für rund 90 Prozent der Deutschen ist nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Deka ein nachhaltiges Leben wichtig – ein Leben, in dem Ökologie, Ökonomie und soziales Verhalten in Balance bleiben. Viele machen diese Philosophie zum Kompass ihres Handelns; vermeiden Müll, kaufen regional oder sparen Energie.

Schließlich drängt die Zeit, wie nicht nur die rapide Erd­erwärmung zeigt. Die Sommermonate 2018 zählten zu den heißesten jemals in Deutschland gemessenen. Dürre und Stürme verursachten allein in deutschen Wäldern Schäden von rund 2 Milliarden Euro. Der persönliche Einsatz aller muss also intensiver werden, um die Folgen des Klimawandels zu begrenzen. Auch mit ihrer Geldanlage können sich Menschen für eine lebenswerte Welt einsetzen. Deka-Fondsmanager Patrick Jahnke weiß, dass noch Aufklärungsarbeit zu leisten ist: „Viele meiner ­Freunde und Bekannten kaufen Biolebens­mittel oder fair hergestellte Textilien. Wenn ich aber von unseren nachhaltigen Invest­mentfonds erzähle, dann ernte ich überraschte Blicke.“

Gerade manche, die Fonds zur Altersvorsorge nutzen wollen, stehen dem Nachhaltigkeitsansatz skeptisch gegenüber: Muss dabei auf Rendite für das Finanzpolster nach dem Berufsleben ­ver­zichtet werden? Christian Klein gibt Entwarnung. Der Professor von der Uni­versität Kassel hat die Performance intensiv verglichen und sagt: „Wenn man das Rendite-Risiko-Verhältnis betrachtet, sind nachhaltige Fonds genauso gut oder besser als konventionelle Fonds."

Erfolgreich mit gutem Gewissen

Das Angebot ist vielfältig: Patrick Jahnke managt mit Deka-Nachhaltigkeit Ak­tien­ einen reinrassigen Aktienfonds für chancenorientierte Anleger, der in rund 150 Unternehmen weltweit investiert, die für eine besonders verantwortungsvolle Unternehmensführung stehen. Gut die Hälfte des Fondsvermögens entfällt aktuell auf amerikanische Titel, aber auch Europa ist im Portfolio prominent vertreten.

Anleger können auch auf den Deka-­Nachhaltigkeit Renten setzen: Er verteilt das Kapital der Anleger auf weltweit etwa 250 Anleihen von Unternehmen mit guten Noten in Sachen Nachhaltigkeit, und auch Staatsanleihen können beigemischt werden. Wer Aktien und Anleihen in einem Portfolio kombinieren möchte, kann zum Deka-Nachhaltigkeit Balance greifen, der nach einem computerbasierten Trendfolgemodell die Mischung steuert. Auch der Deka-UmweltInvest und der Dachfonds DekaSelect passen mit nachhaltigen Anlagephilosophien ins Konzept.

Patrick Jahnke beschreibt beispielhaft am Deka-Nachhaltigkeit Aktien, wie er Aktien selektiert: Der Manager investiert weltweit in Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Bei der Auswahl der Titel für das Portfolio achtet er nicht allein auf die Geschäftszahlen, sondern auch auf eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. Wer sein Geld mit Waffengeschäften verdient oder Kinderarbeit toleriert, hat im Deka-Nachhaltigkeit Aktien nichts verloren. Auch Tabak, Alkohol, Glücksspiel, Atomkraft und genverändertes Saatgut sind No-Gos.

Futter für den Klimaschutz

Die verbleibenden Kandidaten für das Fondsportfolio müssen im zweiten Schritt mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell überzeugen – in ökologischer, sozialer und gesellschaftlicher Hinsicht. Jahnke nennt ein Beispiel, das Pluspunkte bringt: „Siemens investiert 100 Millionen Euro in Energieeffizienz und andere Maßnahmen, um bis 2030 CO2-neutral zu werden. Das ist gut für die Umwelt und auch für Siemens, denn ab dem Jahr 2020 wird der Konzern jährliche Einsparungen von etwa 20 Millionen Euro erzielen.“

Bei Jahnke punktet auch, wer konkrete Lösungen für Umweltprobleme anbietet. Beispiel DSM: Der niederländische Hersteller von Vitaminen und anderen Zusatzstoffen für die Futter- und Lebensmittelindustrie hat ­einen Futterzusatz entwickelt, der den Methanausstoß von Kühen um mindestens 25 Prozent reduzieren kann. „Methan ist etwa 23-mal so schädlich für das Klima wie CO2“, erklärt Deka-Experte Jahnke. „Eine Kuh trägt so viel zur Erd­erwärmung bei wie ein Automobil, das acht Liter Sprit verbraucht und 12.500 Kilometer jährlich fährt. Und es gibt 1,5 Milliarden Kühe auf der Welt."

So wichtig ist den Deutschen die Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeitsexperten der Deka stoßen in vielen weiteren Wirtschaftszweigen auf vielversprechende Lösungsanbieter. Beispiel Windkraft: Der im Dax notierte Werkstoffhersteller Covestro produziert Polycarbonate, die für Rotorblätter von Windrädern verwendet werden. Vestas Wind Systems mit Sitz im dänischen Aarhus verbaut die Wind­räder in seinen Windkraftanlagen und Ørsted, einer der führenden Energiekonzerne in Nordeuropa, kauft diese für seine Windparks.

Weltweit kommen etwa 1.500 Unternehmen für Deka-Nachhaltigkeit Aktien infrage. Die mit den überzeugendsten Geschäftsmodellen und Finanzkennzahlen wählt der Fondsmanager für sein Portfolio aus, sodass der Fonds auch langfristig positive Erträge für die Anleger erwirtschaften kann.

Stand: 13.11.2018