Corporate Governance Überzeugungsarbeit für mehr Nachhaltigkeit

Die Deka setzt sich für eine gute Unternehmensführung in Aktiengesellschaften ein. Aktuell auch im Fall von RWE und dem Braunkohleabbau.


TEXT: Daniel Evensen

Die Deka macht sich nicht allein mit speziellen Investmentfonds für mehr Nachhaltigkeit stark - sie nutzt auch ihren Einfluss als großer institutioneller Anleger, um Unternehmen zu einem verantwortungsvolleren Wirtschaften zu bewegen. Eines der aktuellen Beispiele ist RWE, mit 125 Millionen Tonnen CO2-Emissionen im Jahr 2017 einer der größten Luftverschmutzer in Europa. Rund zwei Drittel der CO2-Emissionen stammen aus Braunkohle. Winfried Mathes, Vertreter der Deka auf Aktionärstreffen: „Schon auf der RWE-Hauptversammlung am 26. April hatten wir angemahnt, dass ein Ende der Kohleverstromung unausweichlich ist. RWE sollte gerade mit Blick auf die gegenwärtige Klimadiskussion zügiger aus der Braunkohleverstromung aussteigen als bisher geplant und endlich den Ausbau der Erneuerbaren Energien forcieren."

Die Deka fordert RWE zudem auf, die Rodungen im Hambacher Forst auszusetzen, bis die Kohlekommission der Bundesregierung Ende des Jahres ihre Entscheidung über die Zukunft des Kohleabbaus treffen wird. „Es ist schwer vermittelbar, wenn RWE jetzt vollendete Tatsachen schafft, ohne den politischen Willen als Grundlage der weiteren Geschäftsstrategie zu kennen", so Mathes. Die Deka wird sich in der öffentlichen Diskussion wie im direkten Austausch mit dem RWE-Vorstand für eine nachhaltigere Unternehmensführung einsetzen.

Stand: 17.09.2018