Fonds Volle Konzentration auf die nächste Innovation

Welche Chancen und Risiken bietet der technologische Wandel? Diese Fragen stellen sich die ­Menschen nicht nur im Alltag, sondern auch bei der Geldanlage. fondsmagazin zeigt, mit welchen Produkten die Anleger an den neuen Trends teilhaben können.


TEXT: Volker Tietz

Herbst 2016, Urlaub in Berlin. Bernd Köcher besucht mit seiner Familie Olympiastadion, Reichstag und Zoo – aber auch eine weniger klassische Sehens­würdigkeit der Hauptstadt: Den Port­foliomanager des Deka-Industrie 4.0 zieht es ins 2014 eröffnete Zukunftsmuseum direkt am Checkpoint Charlie, um neue Technologien auszuprobieren.

„Der Besuch im Game Science Center war nicht nur zum Vergnügen“, erzählt der Fondsmanager. Vor Ort testet er intensiv die VR-Brille der Facebook-Tochter­ Oculus und ein Computerspiel, das mit Augenbewegungen gesteuert wird. Diese Eye-Tracking-Technologie stammt vom schwedischen Anbieter Tobii. ­Köcher ist begeistert und beschäftigt sich, zurück im heimischen Frankfurt, näher mit dem skandinavischen Hightech­unternehmen. Zwei Monate später kauft er Tobii-­Aktien für seinen gerade gestarteten Aktienfonds Deka-Industrie 4.0.

„Natürlich kommen mir vielversprechende Ideen aber nicht nur im ­Urlaub“, sagt Köcher lächelnd. Auf interessante Firmen stößt er vor allem auch bei der Diskussion mit Industrieexperten, dem Besuch von Fachmessen oder themen­übergreifenden Diskussionen mit den Kollegen. Bis aber eine Kaufentscheidung fällt, ist es noch ein langer Weg. Das Unternehmen wird zuvor kritisch durchleuchtet, Bilanzkennziffern, Umsatz, ­Ertrag- und Kurspotenzial der ­Aktie werden geprüft. Auch ein persönliches Meeting oder eine Telefonkonferenz mit einem Unternehmensvorstand gehören meist zum Programm, bevor tatsächlich ein Investment   Seite 16  zustande kommt. Einen Zukunftstrend erkennen und dahinter die führende börsennotierte­ Firma – da sind die Deka-Fondsmanager in ihrem Element.

Investmentprozess Deka-Industrie 4.0: Kurze Entwicklungszyklen erfordern hohe Aufmerksamkeit


„Deka-Industrie 4.0 stößt auf großes Interesse“, sagt Produktmanager Martin Käseberg und ergänzt: „Solche Fonds­spezialitäten sind aber vor allem als Beimischung im Depot gedacht. Denn hier haben wir es mit einem fokussierten Anlagethema zu tun, da stehen höheren Renditechancen auch höhere Risiken ­gegenüber.“ Schließlich kann bei innovativen Technologien kein Analyst die Zukunft präzise vorhersagen. So schwanken die Aktien von Wachstumswerten meist stärker als der Gesamtmarkt; Experten sprechen von erhöhter Volatilität.

Als Basisinvestments für das Depot kommen eher breiter anlegende Fonds wie Deka-GlobalChampions infrage. Dieser Fonds investiert in führende Unternehmen, die global oder in ihren regionalen Wachstumsmärkten eine dominante ­Stellung einnehmen. Dazu zählen großkapitalisierte ­Unternehmen, aber auch zukunfts­trächtige Firmen, die in ihrem Segment Weltmarkt­führer sind.

Eine Besonderheit im Vergleich zu anderen global anlegenden Fonds ist der leicht erhöhte Anteil in Aktien aus Schwellenländern. „Wir möchten frühzeitig beteiligt sein und das Anlegergeld so investieren, wie sich die Welt ent­wickelt“, erläutert Mario Adorf, Fondsmanager ­Deka-GlobalChampions.

wachstumstreiber der industrie


Mit innovativen Unternehmen hat auch Autoexpertin Senta Graf zu tun, wobei: Sind Autobauer eigentlich noch richtig zukunftsorientiert? „Auf jeden Fall“, bekräftigt die Analystin der Deka Invest­ment. „Die individuelle Mobilität ist einer der größten Innovations- und Wachstumstreiber der globalen Indus­trie. Deutsche Autohersteller entwickeln gerade ähnliche Dienstleistungen wie Uber & Co, wobei die Autos dann auch selbst fahren sollen. Allein VW bringt zehn Millionen Autos pro Jahr auf die Straße – wenn die bald zum Großteil permanent vernetzt sind, generiert das Unternehmen so viele Mobilitätsdaten wie kaum ein anderer An­bieter. Das kann ein enormer Wettbewerbsvorteil sein.“

Aber ganz gleich ob Auto-, Gesundheits- oder IT-Branche – die Digitalisierung der Welt geht bei der Deka Hand in Hand mit der parallel stetig fortschreitenden Vernetzung der Experten. So machen sich Chemieanalysten Gedanken über die Zukunft der Batterien und diskutieren diese Erkenntnisse dann mit den Autoexperten und dem Technologieteam, um die Unternehmen umfassend zu analysieren.

Deka-Industrie 4.0 und Deka-­Global­Champions sind dabei nur zwei von vielen Beispielen, die für zukunfts­trächtige Investments stehen. „Wenn ich an Deka-DividendenStrategie denke, der zweimal im Jahr ausschüttet, an ­Deka-MegaTrends, der in Zukunfts­branchen investiert, oder an den LowRisk-Ansatz bei einigen unserer Aktienfonds: Wir bieten unseren Kunden aktuell eine ganze Reihe attraktiver Anlagemöglichkeiten“, sagt Produktmanager Käseberg. Es soll ja keiner sagen, Industrie­unternehmen hätten ein Monopol auf gute Ideen.

Fondskonzepte: Anlegen im Wandel der Zeit