25.1.2021 | Konjunktur Corona bleibt der große Unsicherheitsfaktor

Millionen Menschen weltweit sind inzwischen vor dem Virus geschützt. Doch die meisten werden noch geraume Zeit bedroht bleiben.


Millionen Menschen weltweit sind inzwischen vor dem Virus geschützt. Doch die meisten werden noch geraume Zeit bedroht bleiben. Die Politik in Deutschland hat den Lockdown daher bis zum 14. Februar verlängert, inklusive Verschärfungen bei der Maskenpflicht, bei privaten Zusammenkünften – und mit einer Verordnung, die Homeoffice fast zum neuen Standard macht. Dabei fallen die ökonomischen Folgen im Vergleich zur ersten Welle derzeit wesentlich geringer aus, „insbesondere, weil Menschen und Wirtschaft sich an die Lage gewöhnt haben“, so Deka-Chefvolkswirt Ulrich Kater. Vor allem produziert die Industrie anders als im Frühjahr 2020 weiter. Dienstleister sind dagegen schwer getroffen.

Aus Sicht der Finanzmärkte ist die Normalisierung der Konjunktur damit weiter verschoben, aber nicht aufgehoben. „Die Coronapandemie wird noch bis weit ins Jahr 2021 hinein die Nachrichtenlage beherrschen und die Kursschwankungen unüblich hochhalten“, so die Deka-Experten. Weiter günstige Finanzierungsbedingungen und positive Aussichten für die Firmengewinne würden Aktien jedoch tendenziell Kurssteigerungspotenzial bieten. Nach Auslaufen der Mehrwertsteuervergünstigungen und durch starke Corona-Konjunkturprogramme wie die der neuen US-Regierung könnte die Teuerung etwas anziehen – und Zentralbanken mit leichten Leitzinserhöhungen reagieren. „Nachhaltigen Inflationsdruck“ sehen die Deka-Fachleute indes nicht. Aktuelle Updates zum Thema gibt es immer auf fondsmagazin.de.

Stand: 25.1.2021