Abgeltungsteuer Neue Steuerregeln für Fonds greifen

Anfang Januar 2019 wird zum ersten Mal die Vorabpauschale berechnet und unter bestimmten Voraussetzungen abgebucht. fondsmagazin erklärt, was Fondsanleger wissen müssen.


TEXT: Olivier Löffler, Daniel Evensen

Seit 2009 zahlen Anleger auf Einkünfte aus Kapitalvermögen 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Soli und eventuell Kirchensteuer. Im Januar 2019 wird nun für Fondsanlagen erstmals eine Vorabpauschale erhoben.

Dies ist wichtig für Anleger mit Fonds, die 2018 im Plus waren und erhaltene Erträge – wie zum Beispiel Dividenden – nicht ausgeschüttet, sondern einbehalten (thesauriert) haben. Außerdem müssen die Kapitalerträge über den Freibeträgen bzw. den Nichtveranlagungsbescheinigungen liegen.

Nur wenige Fonds der Deka betroffen

Aktuell sind nur wenige Fonds der Deka von der Vorabpauschale betroffen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Deka im Jahresverlauf vorausschauend schon zahlreiche Fonds von thesaurierend auf ausschüttend umgestellt hatte. Die Besteuerung erfolgt bei den umgestellten Fonds dann mit den Ausschüttungen – und dabei werden eventuelle Teilfreistellungen berücksichtigt: das sind steuerfreie Anteile an den Gesamterträgen bestimmter Fonds. Diese Anteile reichen von 15 Prozent (für Mischfonds mit mindestens 25 Prozent Aktienanteil) bis zu 80 Prozent (für Offene Immobilienfonds mit überwiegend ausländischen Immobilien).

Für Fondsanleger mit einem DekaBank-Depot gilt: Sie werden im Rahmen ihres Jahresdepotauszugs 2018 mit einer kurzen Erläuterung nochmals auf die Steuerthematik hingewiesen. Sollte es bei ihnen zu einer steuerlichen Berücksichtigung der Vorabpauschale kommen, erhalten sie zusätzlich eine gesonderte Information. Die Vorabpauschale wird von ihrem bei der DekaBank angegebenen Referenzkonto abgebucht.

Falls eine Vorabpauschale anfällt, wird sie für das Jahr 2018 unabhängig von den Erträgen des entsprechenden Fonds niedrig sein. Denn die Berechnung der Pauschale orientiert sich nicht an der erzielten Rendite, sondern am sogenannten Basiszins. Dieser wird zu Jahresbeginn ermittelt und leitet sich von der Verzinsung langlaufender Bundesanleihen ab. Anfang 2018 betrug der Basizins 0,87 Prozent. Von diesen 0,87 Prozent werden wiederum 70 Prozent genommen und als Vorabpauschale festgelegt. Für 2018 beträgt die Vorabpauschale somit 0,609 Prozent des Fondspreises.

Da die Zinssätze von Bundesanleihen zu Jahresbeginn 2019 sogar noch etwas niedriger sind als im Vorjahr, werden auch Anfang 2020 eventuell anfallende Vorabpauschalen für das Jahr 2019 moderat ausfallen.

Sparerpauschbetrag nutzen

Grundsätzlich empfiehlt es sich für Fondsanleger, Freistellungsaufträge bei ihrer Sparkasse oder Bank abzugeben, damit sie die Freibeträge ausschöpfen können (801 Euro für Alleinstehende, 1.602 Euro für zusammen veranlagte Paare).

Wenn Sparkassenkunden noch Fragen zu Freibeträgen, der Besteuerung von Erträgen oder der Vorabpauschale haben, können sie sich an ihre persönlichen Berater wenden. Die Deka unterstützt die Sparkassenberater mit detaillierten Informationen zu allen wichtigen Punkten rund um die Vorabpauschale.

Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder Landesbank oder von der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de  erhalten.

Stand: 09.01.2018