Umfrage Unzufriedene Sparer kriegen nicht die Kurve

Der Niedrigzins sorgt für breite Enttäuschung in der Bevölkerung – führt aber nicht zu einem grundlegenden Umdenken.


TEXT: Daniel Evensen

Stattliche 67 Prozent der Deutschen sind gegenwärtig unzufrieden mit der Entwicklung ihrer Spar- und Versicherungsprodukte. Dies hat eine repräsentative Befragung der GfK im Auftrag von J.P. Morgan Asset Management ergeben. Nur knapp jeder Fünfte hat demnach nichts zu meckern. Die übrigen 14 Prozent antworteten mit „weiß nicht“ – ein Zeichen von Verunsicherung.

Auffällig sind die regionalen Unterschiede: In den neuen Bundesländern ist die Unzufriedenheit mit Werten von deutlich über 70 Prozent besonders ausgeprägt. In den westlichen Bundesländern ist der Frust nicht ganz so groß. Das hat möglicherweise damit zu tun, dass hier Wertpapiere weiter verbreitet sind, die für Ausgleich sorgen können. Wer in den vergangenen Jahren in Aktien und Aktienfonds investierte, hatte wenig Grund zur Klage.

Ähnlich groß wie die Enttäuschung der Bürger scheint ihre Leidensfähigkeit zu sein. Von den 5,9 Billionen Euro Geldvermögen der Deutschen liegen rund 2,3 Billionen Euro praktisch unverzinst auf Tages-, Festgeld- und Girokonten sowie in Sparverträgen. Zwar steigt das in Wertpapierfonds verwaltete Vermögen zügig an, Bankeinlagen liegen in der Gunst der Menschen aber weiterhin vorn.

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Stand: 07.08.2018